Sonntag, 19. Oktober 2014

Koalas







Wir fahren weiter die Küste entlang zum Otway National Park. Hier soll es Koalas in den Bäumen geben, die einfach nur herumsitzen. Kein Zoo, sondern echtes Leben. Wir halten bei einer kleinen Menschentraube, die mit hochkonzentriertem Blick in einen Baum starrt.

Tatsächlich, das sitzt ein Koala.


Ziemlich genervt von dem ganzen Rummel unter ihm.


Wir machen brav unser Foto und fahren weiter zum Cape Otway auf einen Campingplatz – wunderschön am Meer gelegen.





Ein beliebter Ort für gestresste Melbourner, die hier einfach mal tief durchatmen und relaxen wollen mit sonderbar geformten Felsformationen.


Am folgenden Tag steht Kennett River auf dem Programm – und hier haben wir eine Koala-Sippe ganz für uns alleine.

Mama mit Kind

 Ein ängstliches Weibchen, das immer höher klettert

und von einem Männchen bedrängt wird, das die sonderbarsten Töne von sich gibt.

Ein Einzelgänger, der auf einem toten Baum saß und sich um gar nichts scherte.



und ein neugieriger Geselle, der alles genau beobachtete.


Um unsere Köpfe kreisen Papageien,

und am Waldrand grast ein Känguru

Wir entdecken noch andere Koalas,

die in ihrer unnachahmlichen Schlafhaltung im Baum hocken und dösen.

und wir müssen wieder einmal staunen, welchen Tieren wir in Australien in freier Wildbahn begegnen. Und genau das, so stellen wir nicht das erstemal fest, macht diese Reise so einzigartig.

Samstag, 18. Oktober 2014

Great Ocean Road

Um die kleinen Fischerorte an der Küste mit einer Straße zu verbinden, wurde die Great Ocean Road gebaut. Zuvor waren die Orte nur mit Booten zu erreichen.





Mit Spitzhacke und Brechstange haben über 3000 Kriegsheimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg ab 1919 als Abeitsbeschaffungsmaßnahme die Great Ocean Road in den Felsen gehauen. 1932 wurde die lange und kurvenreiche Strecke fertig.


Heute zählt sie zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. Sie beginnt westlich von Port Campbell und endet in Torquay, knapp 2 Autostunden von Melbourn entfernt.

Bizarr geformte Steilklippen mit markanten Felsformationen, sagenumwobenen Schiffswracks und dichten Regenwäldern kennzeichnen die abwechslungsreiche Strecke.


Vor Port Campbell liegt The Grotto:

Schluchten, Grotten und Pools, zu denen man auf Felsstufen hinabsteigen kann.


Ein Stück weiter sticht der Felsbogen der London Bridge ins Auge. Die Felsbrücke war einst mit dem Festland verbunden. 1990 stürzte der zweite Bogen der Naturbrücke ohne Vorwarnung ein.


Glücklicherweise wurde niemand verletzt und die zwei auf dem verbliebenen Felsbogen „gefangenen“ Touristen wurden per Helikopter gerettet.

Nächster Stopp ist die Loch Ard Gorge. In dieser Felsformation kenterte 1878 das britische Segelschiff „Loch Ard“.

Ein Wanderweg bietet hervorragende Ausblicke auf die wilde Küste und ihre Felsformationen.

Der nächste Höhepunkt der wilden Küstenregion lässt nicht lange auf sich warten: Die Zwölf Apostel

Wir werden mit den Besuchermassen auf einen riesigen Parkplatz gelenkt und begegnen Busladungen und unzähligen Campern. Im Gänsemarsch geht´s zur Küste.

Von Natur ist nicht mehr viel zu spüren und manchmal auch nicht zu sehen. An vielen Aussichtspunkten versperren hohe Zäune den besten Blick. Früher konnte man bis an die Felskante vordringen (1998 waren wir schon einmal hier) Doch seitdem unvorsichtige Touristen verunglückt sind, wurde alles eingezäunt und die Bewegungsfreiheit durch Sicherheitsvorschriften eingeschränkt.


Die zwölf Apostel sind mit Sicherheit die meistfotografierte Sehenswürdigkeit im Bundesstaat Victoria. Hinter dem Namen verbergen sich Felsennadeln mitten im Meer, die einst zur Landmasse gehörten.

Viele Jahrtausende Wind und Wellen ausgesetzt, wurde der Kalkstein immer stärker ausgehöhlt, bis er den Naturgewalten nicht länger standhalten konnte. Stehengeblieben sind die gigantischen Gesteinsnadeln, die bis zu 65 m aus dem Ozean stechen.

Zwei dieser Kolosse stürzten im Sommer 2005 ein, ein weiterer im September 2009.


Freitag, 17. Oktober 2014

Von Fischern und Farmern



Kingston ist für seinen Hummer bekannt, und für einen gigantischen Riesenhummer 17 Meter lang und 4 Tonnen schwer. Er steht direkt an der Straße und ist ein begehrtes Fotoobjekt.

Wir lesen, dass ein Fischer einst ein 17 Fuß langes Hummermodell bestellt hat, um es auf das Dach eines neu gebauten Hauses zu montieren. Irgendwas muss bei der Bestellung schiefgelaufen sein, denn die Handwerker haben einen 17 Meter langen Hummer gefertigt, der jedes Haus platt gemacht hätte.

Trotzdem hat sich besagter Hummerfischer des orangefarbenen Riesenhummers angenommen und „Larry“ – so nannte er das Tierchen – in seinen Vorgarten gesetzt.

Auf dem Princes Highway ist Mount Gambier die südöstlichste Stadt des Staates South Australia.

Vororthaus
Sie breitet sich mit ihren Vororten über die Hänge eines erloschenen Vulkans mit 3 Kratern aus.

Stadthaus
Der über 200 m tiefe Blue Lake ist der schönste der drei Kraterseen. Von November bis Februar nimmt er eine intensive Blaufärbung an. Danach verblasst er wieder zu einem trüben Grau. Den Grund für diese Verfärbung konnten die Wissenschaftler bis heute nicht eindeutig erklären. Wir waren gespannt, ob er auch schon im Oktober blau leuchten würde.

Zumindest konnte man die intensive Färbung erahnen.


Bei Cape Bridgewater stemmt sich ein ganzer "Wald von versteinerten Bäumen" gegen die Brandung.

Aus Hohlräumen schießt das Meer gegen den Himmel.


Von den 120 m hohen Klippen bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Küste.


Nach dem Küstenort Warrrnambool fiel uns auf, dass hier viel Milchwirtschaft betrieben wird.

Hier wird überwiegend Friesenzucht betrieben
Wir waren neugierig, wie so ein Farmbetrieb in Australien abläuft. Also steuerten wir den nächstbesten Hof an und Heinrich stellte sich als Farmerboy aus Germany vor.


Angela und Peter Parsons gaben bereitwillig Auskunft. Mit ihren beiden erwachsenen Söhnen  betreiben sie eine Jersey-Zucht. Die Friesenrinder geben zwar mehr Milch, wurde uns von Peter erklärt, aber die Milch seiner Rinder hat dafür einen höheren Fettgehalt.

Stolz fuhren sie mit uns aufs Land. Wir konnten die Rinder besichtigen und anschließend den Melkstall.


Auf 200 ha Land weiden 400 Kühe. Hier haben die Farmen im Durchschnitt 4-5 Hundert Milchkühe.

Reich an Informationen und mit guten Wünschen für unsere Weiterfahrt, verabschieden wir uns von den freundlichen Leuten.