Die Kalksteinklippen der Küstenlandschaft bergen viele Hohlräume und Gänge unter der Erde.
Durch das Eindringen von Regenwasser in die Kalksteinschicht, wird der darin gebundene Kalk durch die Kohlensäure im Sickerwasser gelöst und in das Innere transportiert. Dort entstehen dann die faszinierenden Tropfsteinformationen.
Die Erkundung der Höhle Mammoth Cave erfolgt auf eigene Faust. Wir staunen, was die Natur an kunstvollen Formationen hervorbringen kann.
Wir suchen uns ein Quartier in Hamelin Bay.
Der Sturm in der vergangenen Nacht hat einigen Schaden angerichtet. Oft war uns der Weg durch abbrechende Äste versperrt.
Der Campingplatz liegt direkt am Meer. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten ist der alte Landungssteg, der im 19.Jahrhundert der perfekte Ort zum Verschiffen von Karri-Bäumen war.
Hier wurden Schiffe mit Holz beladen, die nach England, Süd-Afrika und Indien fuhren. Viele Bürgersteige in London wurden mit diesem Holz gepflastert.
Irgendwann verlor der Steg an Bedeutung als die Nachfrage nach Jarrah Holz größer war als nach Karri Bäumen. Die Stürme des Southern Ocean, die rauhe Küste und die Umwelt sorgten dafür, dass der Steg langsam verfällt.
Karri-Bäume werden bis zu 85 Metern hoch und sind mit 100 Jahren erst ausgewachsen.
Es ist ein geradwüchsiger Baum, der wegen seines dunkelroten, termitensicheren Holzes als Bauholz sehr begehrt war.
Waldbrände sind in den Karri-Wäldern des Südwestens sehr gefürchtet, da sie in kürzester Zeit enormen Schaden anrichten. Im Brandfall ist es daher besonders wichtig, den Brandherd schnell auszumachen und die Flammen einzudämmen. In Ermangelung von Aufklärungsflugzeugen, deren man sich heute bedient, hatte man früher andere Methoden - Beobachtungsplattformen, die auf die jeweils höchsten Bäume des Waldes montiert wurden. Die Feuerwehrleute, die während der Sommermonate in der "Waldbrandsaison" Dienst auf den Bäumen taten, waren allein mit dem Auf- und Abstieg fast eine Stunde beschäftigt. Es gibt insgesamt 13 solcher Karribaum-Plattformen in den südlichen Wäldern. Für Touristen ohne Höhenangst ist das Besteigen ohne Netz und Geländer gestattet.
Natürlich war es für Heinrich Ehrensache, zumindest zwei dieser Bäume zu erkunden.
| Plattform in 54m Höhe |
Der Ausblick bot allerdings nur Baumwipfel so weit das Auge reichte.
Andere waren nicht ganz so ehrgeizig und machten nur den halben Aufstieg für ein Erinnerungsfoto.
Flinders Bay, ein Meereseinschnitt, in dem von Mai bis Dezember Buckelwale sowie Südliche Glattwale zu sehen sind.
In Erinnerung ist vielen Einwohnern das Stranden von 114 Killerwalen im Jahre 1986.
Eifrige Helfer versuchten damals 60 Stunden lang, die Tiere wieder ins Meer zu bekommen, was bei 96 Tieren glücklicherweise gelang.
| Leuchtturm am Cape Leeuwin - benannt nach einem holländischen Seefahrer |
8 km von Augusta markiert die Landesspitze Cape Leeuwin mit ihrem malerischen weißen Leuchtturm das südliche Ende der "Cape to Cape Coast"
Fährt man die Skipper Rock Road kurz vorher ab, bietet sich hier ein besonders schöner Ausblick auf die Küste.
Im "Valleey auf Giants" haben wir bereits eine Wanderung über die Baumwipfel gemacht.
Einen besonderen Tingle Tree besuchten wir aber noch einmal. Hier konnte man in den 50er Jahren noch mit einem Auto hineinfahren.
Heute ist es nur für Fußgänger zugänglich aber nicht weniger imposant. Der Baum lebt noch immer, trotz dieses riesigen Hohlraums, hat einen Umfang von 24 m und ist 75m hoch.
| Ein neugieriger Zuschauer beim Zeltaufbau |